Das vollständige Panel „Politik, Welthandel & Einkauf" der Procurement Summit als Video

Unsere Co-Founderin & CMO Sandra-Lorena Bahlmann war beim diesjährigen Procurement Summit in Hamburg dabei. Dort hat sie beim Panel „Politik, Welthandel & Einkauf“ mit Einkäufern und Fachleuten von KMPG, Brand und der Handelskammer Hamburg die Risiken und Chancen des globalen Sourcings in Zeiten von Brexit und Handelskrieg diskutiert. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse des Austauschs in 4 Punkten zusammengefasst.  

  1. Der richtige Zeitpunkt ins Sourcing in China einzusteigen ist jetzt 

    Der Handelskrieg mit den USA hat dazu geführt, dass sich chinesische Produzenten im Exportgeschäft umorientieren müssen. Der Heimatmarkt ist gesättigt, zumal die chinesische Wirtschaft langsamer wächst als zuvor. Aus diesem Grund haben es europäische Einkäufer gerade besonders leicht bei der Anbahnung von Geschäften.  

  2. Unsere persönliche Erfahrung mit Lieferanten bestätigt dies ebenfalls 

    Punkt 1 bestätigt sich ganz konkret, wenn wir mit unseren Lieferanten sprechen. So berichten viele von Absatzschwierigkeiten und freien Produktionskapazitäten. Das bedeutet insbesondere für europäische Neukunden eine zuvorkommende Behandlung, großzügigere Konditionen und vor allem die sehr schnelle Produktion von CNC Fräs- und Drehteilen.

  3. Kurzfristig hilft der Handelskrieg der deutschen Wirtschaft, langfristig schadet er allen 

    Was für unsere Kunden gilt, hat eine IFO-Studie soeben auch für die gesamte deutsche Wirtschaft bestätigt: Auf kurze Sicht profitieren deutsche Unternehmen von mehr Nachfrage aus den USA, wo chinesische Produkte teurer werden, sowie von freien Kapazitäten in China, wo billiger einkauft werden kann. Langfristig besteht aber weiterhin die Gefahr einer globalen Rezession, unter der am Ende auch Europa und besonders das exportstarke Deutschland leiden würde.

  4. In unsicheren Zeiten sollte man Ausweichmöglichkeiten haben 

    Angesichts der wachsenden Unsicherheiten und zunehmendem Protektionismus auf globalen Märkten ist es wichtiger denn je, Lieferketten flexibel und agnostisch zu gestalten und kurzfristige Alternativen zu haben. Wir haben einerseits eine Vielzahl von Lieferanten innerhalb Chinas, andererseits erlaubt unser Geschäftsmodell uns auch, im Extremfall schnell den Beschaffungsmarkt zu wechseln – etwa in Richtung Südostasien.